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Urheberrecht

Gitarrenbauer Fender verklagt Musikhändler Thomann

Foto: REUTERS/Brian Snyder
Urheberrechtsschutz: Auf dieses Design erhebt Fender exklusiven Anspruch
+ Update 18:54 +

San Francisco. Der US-Gitarrenbauer Fender geht in Deutschland gerichtlich gegen den Musikeinzelhändler ⁠Thomann wegen einer mutmaßlichen Urheberrechtsverletzung bei seiner ⁠bekannten »Stratocaster« vor. Fender reichte in dieser Woche Klage beim Landgericht Düsseldorf ein, wie die Firma mitteilte. Der US-Konzern wirft Thomann vor, mit ‌Gitarren seiner Eigenmarke »Harley Benton« die klassische Form der »Stratocaster« zu kopieren. »Thomann ist kein kleiner, unabhängiger Gitarrenbauer«, teilte Fender mit. ⁠Es handele sich vielmehr ‌um einen der weltweit größten Musikhändler, einen der wichtigsten Vertriebspartner von Fender und den Eigentümer ​einer der größten Gitarrenmarken Europas.

Thomann reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Das Landgericht (LG) Düsseldorf ist eines der international führenden Gerichte für Patentstreitsachen.

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Der Klage ging ‌ein monatelanger Streit voraus. Fender hatte im März in Europa Urheberrechtsschutz für das ‌Design der auch als »Strat« ‌bekannten Gitarre erhalten. ⁠Im ⁠Mai forderte das Unternehmen mehrere Konkurrenten, darunter den weltweit größten Musikinstrumentenhersteller Yamaha, auf, die Produktion und ⁠den Verkauf von Nachbauten für den europäischen ‌Markt einzustellen. Thomann leitete im Juni seinerseits rechtliche Schritte gegen die ⁠US-Firma ein. »Wir sind daran interessiert, den von Fender erhobenen Vorwurf einer angeblichen Urheberrechtsverletzung in einem neutralen gerichtlichen Verfahren klären zu lassen«, erklärte das deutsche Unternehmen. Der Händler argumentiert, Fender besitze kein gültiges Urheberrecht an der Korpusform. ‌Die Entscheidung im März sei als Versäumnisurteil gegen einen kleineren Online-Händler ergangen, der sich vor Gericht nicht verteidigt habe. Fender verkauft ​nach eigenen Angaben jährlich rund 500.000 Stratocaster-Gitarren weltweit, davon etwa ⁠34.000 in Deutschland. (Reuters/jW)

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Erschienen am 17.07.2026, Kapital & Arbeit

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