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Israelischer Vizepremier befürchtet Festnahme

Jerusalem. Aus Furcht vor einer möglichen Festnahme wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen hat der israelische Vizeministerpräsident Moschee Jaalon eine geplante Reise nach Großbritannien abgesagt. Palästinensische Organisationen haben in der Vergangenheit in Großbritannien mehrfach versucht, juristisch gegen Vertreter Israels vorzugehen. Das betraf Offiziere, die an Aktionen gegen Palästinenser beteiligt waren, bei denen auch Zivilpersonen getötet wurden. Juristische Berater hatten Jaalon vor einer möglichen Anklage wegen seiner Beteiligung an der Tötung eines Hamas-Führers 2002 gewarnt, bei der auch 14 weitere Menschen ums Leben kamen, darunter neun Kinder. Jaalon war früher israelischer Generalstabschef.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2009, Seite 2, Ausland

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