-
21.08.2009
- → Inland
Keine Mehrheit für BND-Ausschuß
Berlin. Im Bundestag gibt es vorerst keine ausreichende Mehrheit
für die Einsetzung eines neuen BND-Untersuchungsausschusses.
Die FDP lehnte am Donnerstag einen entsprechenden Vorstoß der
Grünen ab, der auch von der Linkspartei unterstützt
wurde. »Die Neueinsetzung eines Untersuchungsausschusses
kostet den Steuerzahler nur Geld«, sagte der Parlamentarische
Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg van
Essen, zur Begründung. Der Grünen-Abgeordnete Christian
Ströbele nannte dies »überhaupt nicht
nachvollziehbar«. Für eine Neuauflage des Gremiums
reichen die Stimmen der Opposition. Grüne, Linke und FDP
müßten aber geschlossen votieren. Laut einem
Verfassungsgerichtsurteil von Ende Juli hatte die Bundesregierung
grundgesetzwidrig wichtige Unterlagen über die Mitwirkung des
BND am Irak-Krieg der USA 2003 vorenthalten. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
