Zum Inhalt der Seite

Strahlenschutz in ­Asse mangelhaft

Hannover. Im parlamentarischen Untersuchungsausschuß zum Atommüllager Asse hat ein Zeuge über Lücken bei der Kontrolle der Strahlenbelastung berichtet. Jeder Mitarbeiter habe zwar ein Dosimeter gehabt, es habe ihm aber freigestanden, es im Bergwerk zu tragen, berichtete der ehemalige Strahlenschutzbeauftragte der Asse, Ingo Müller-Lyda, am Donnerstag in Hannover. »Ich habe den Mitarbeitern gesagt, macht’s wie ihr wollt.« Viele hätten die Geräte nie getragen, sagte der Zeuge. Allerdings habe er auch nicht getragene Dosimeter an die Auswertungsstelle geschickt. »Die amtliche Auswertungsstelle hat dann immer die Dosis ›Null‹ mitgeteilt«, berichtete er.

(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2009, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!