Zum Inhalt der Seite

Gutes Gefühl

In Kalifornien wird ein Trend beschworen. Immer mehr Unternehmen beheben interne Kommunikationsdefizite mit Computerspielen, behauptet der Software-Monopolist Havok. Besonders Ego-Shooter wie »Counter Strike« seien gut für das Betriebsklima. Der Konzern ist sich selbst Beispiel genug für den Trend. Ross O’Dwyer, Chef der Abteilung Professional Services: »Obwohl ich eigentlich der Boß bin, wird mir während des Spielens kein besonderer Respekt entgegengebracht. Das erwarte ich auch nicht. Während der Gaming-Sessions verliert die Firmenhierarchie an Gültigkeit, und es zählt alleine das individuelle Können.« Ein Mitarbeiter, der dieses Können anscheinend bewiesen hat, wird anonym zitiert: »Man hat ja sonst nicht sehr oft die Gelegenheit, seinen eigenen Chef zu erschießen. Das gibt einem schon ein gutes Gefühl.« (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2009, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!