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Familie Lehndorff

Um Kunst aus dem Besitz des preußischen Generals Heinrich Graf von Lehndorff tobt ein Streit zwischen den Erben und der Stadt Chemnitz. Die Kunstsammlungen Chemnitz wollen neun Möbel und Kunstgegenstände zurückgeben, bei denen die Indizien »überwiegend« dafür sprechen, daß sie aus dem Besitz der Familie des Grafen stammen, darunter zwei Renaissance-Schränke, eine Rokoko-Kommode, ein sogenanntes Giraffenklavier und eine Hochzeitstruhe. Museum und Stadt hätten sich zu einer »gütlichen Einigung« noch vor einer Entscheidung des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen »durchgerungen«, sagte der Chef der Rechtsabteilung der Stadt, Miko Runkel. Der Anwalt der Erben wies das Angebot als »nicht ehrlich« zurück. Die Lehndorff-Erben erheben Ansprüche auf weitere 22 Exponate. Zudem traktieren sie unter anderen noch das Grassi-Museum Leipzig, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Museum Burg Kriebstein. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2009, Seite 13, Feuilleton

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