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Frankreich: Manager als Geiseln genommen

Paris. Nach der Serie angedrohter Fabriksprengungen aufgrund von Entlassungen haben Arbeiter in zwei französischen Firmen jetzt wieder ihre Chefs als Geiseln genommen. Vier Manager des Reifenherstellers Michelin wurden in der Nacht zum Mittwoch vier Stunden eingesperrt. Beschäftigte einer Papiermühle im südfranzösischen Malaucène hielten unter anderem den Europa-Chef des US-Mutterkonzerns Schweitzer-Mauduit fest. Das Führungspersonal wurde nach mehreren Stunden unter Buhrufen wieder freigelassen, nachdem weitere Gespräche über Abfindungen für die 211 Beschäftigten zugesagt worden waren.

Unterdessen wurde die aufsehenerregende Aktion beim Netzwerkausrüster Nortel beendet. Dort hatten die entlassenen Arbeiter Gasflaschen aufgestellt und mit Sprengung der Fabrik gedroht. Nach einer Vereinbarung vom Dienstag abend erhalten sie Abfindungen zwischen 30000 und 50000 Euro. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.07.2009, Seite 1, Ausland

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