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Krise mit Promille

Wirtschaftskrisen treiben die Zahl der Selbstmorde in die Höhe. Auch Mord und Totschlag sowie tödliche Herzattacken kommen bei steigender Arbeitslosigkeit häufiger vor, wie eine am Mittwoch vom Fachmagazin The Lancet veröffentlichte Studie nachweist. Britische Wissenschaftler analysierten dafür Daten aus 26 europäischen Ländern von 1970 bis 2007. Sie fanden auch heraus, daß sich die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle in Krisenzeiten verringert, da die Menschen mehr zu Fuß gehen. Der Studie zufolge führt jeder Prozentpunkt, um den die Arbeitslosenquote steigt, zu 0,79 Prozent mehr Selbstmorden bei den unter 65jährigen. Jede zehn Dollar (7,2 Euro), die der Staat für Wohngeld, Familienunterstützung und Arbeitslosenhilfe ausgebe, reduziert die Selbstmordrate demnach um 0,038 Prozent. Die weiteren Stellen hinter dem Komma wurden womöglich als unse­riös empfunden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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