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07.07.2009
- → Feuilleton
Norbert Bisky bei Gott
Der Maler Norbert Bisky teilt in der Illustrierten Chrismon mit,
was er mit seinen 38 Jahren noch so für Träume hat. Zum
einen träumt er davon, Portugiesisch zu lernen und für
längere Zeit in Brasilien zu leben. Weil man in der Mitte des
Lebens mindestens drei Träume braucht, will er außerdem
»eine Ausstellung im MoMa in New York und irgendwo eine
Kirche ausmalen«. Unbescheidenheit kann man dem Sohn des
Linksparteivorsitzenden Lothar Bisky also nicht vorwerfen. Ihm
fehlt es auch nicht an Gottesfurcht. Vielleicht wird er sich taufen
lassen, hat er den Journalisten Gottes erklärt:
»Vielleicht ist ja was dran. Ich glaube jedenfalls, daß
es ein größeres Prinzip gibt als den Egoismus von jedem
kleinen Wesen, das hier rumkraucht.« Trotzdem glaubt der 1970
in Leipzig geborene Künstler, zur DDR befragt:
»Früher oder später wäre ich mit diesem
perversen Regime in Konflikt gekommen.« (ddp/jW)
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