Zum Inhalt der Seite

Ver.di fordert Aufklärung

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die rückhaltlose Aufklärung der Spitzelaffäre bei der Deutschen Bank verlangt. Das Geldinstitut müsse »garantieren, daß sich so etwas künftig nicht wiederholen kann«, forderte ver.di-Vorstandsmitglied Uwe Foullong am Montag in Berlin. Zu den Opfern der Bespitzelung gehört der Gewerkschafter Gerald Herrmann, der bis 2003 im Aufsichtsrat der Bank saß. Die Deutsche Bank hatte sich erst vor wenigen Tagen formal bei ihm dafür entschuldigt, daß sie ihn 2001 von einer Detektei durchleuchten ließ, weil sie dachte, er habe Geschäftszahlen weitergegeben. Herrmann vermutet hingegen, wegen seiner wiederholten Kritik am massiven Stellenabbau des Geldinstitutes ins Visier der Ermittler geraten zu sein.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2009, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!