-
04.07.2009
- → Kapital & Arbeit
Quelle-Druckauftrag vorerst storniert
Düsseldorf. Der Druck des Quelle-Katalogs ist vorerst
gestoppt. Wie die Prinovis-Druckerei am Freitag in Düsseldorf
mitteilte, wurden die Maschinen am Mittwochabend angehalten.
Hintergrund sei, daß die ebenfalls beteiligten Druckereien
Schlott Gruppe und Print Forum Eigentumsvorbehalte auf bereits
vorproduzierte Bögen geltend gemacht hätten.Ohne diese
Vorprodukte könne der Quelle-Katalog nicht fertiggestellt
werden. Wann die Auslieferung fortgesetzt werden könne, sei
noch unklar. »Das liegt nicht in unseren Händen«,
so ein Unternehmenssprecher. Ein Sprecher der Großdruckerei
Schlott sagte am Freitag: »Es gibt keine Zusage, daß
wir Geld bekommen.« Das Unternehmen mit Sitz in Freudenstadt
im Schwarzwald druckt rund ein Drittel der Kataloge. Die
Gesamtauflage der über 1400 Seiten umfassenden Werbedrucksache
beträgt neun Millionen. Sobald es eine Zusage vom
Insolvenzverwalter über die Bezahlung gebe, würden Druck
und Auslieferung des Katalogs wieder aufgenommen, hieß es
weiter. Ein Sprecher des vorläufigen
Quelle-Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg sagte Focus
online, die Kreditverträge mit den Banken seien noch nicht
unter Dach und Fach. Quelle werde wahrscheinlich erst »Anfang
bis Mitte nächster Woche« wieder flüssig
sein.
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit