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22.06.2009
- → Schwerpunkt
Fehlinformation. Pressestimmen
Das Wort von der »kompromißlosen
Fundamentalopposition«, die der Linke-Vorsitzende Oskar
Lafontaine angeblich präferiert, rauschte am Samstag –
und auch noch während der Berichterstattung vom Berliner
Wahlparteitag – durch den Blätterwald. Es
läßt sich durch keine Äußerung belegen, aber
es glauben am Ende viele, wenn es ihnen nur oft genug erzählt
wird. Dem so aufgebauten Popanz wird allenthalben das löbliche
Bestreben »pragmatischer«, vornehmlich ostdeutscher
Genossen gegenübergestellt, die sich um realistische
Forderungen und volksnahes Auftreten bemühten.
So geschehen unter anderem in den Wochenendausgaben von Berliner Zeitung und tageszeitung. In letzterer darf Jan Feddersen, »Redakteur für besondere Aufgaben«, darlegen, warum Die Linke auf keinen Fall wählbar sei: »Mit Oskar Lafontaine ist diese Partei nicht genießbar. Er verfolgt eine alte Kominternstrategie, nach der die kapitalistische Krise beschleunigt werden müsse, um das Volk zur Revolution zu treiben.« Wo er das her hat, muß er nicht sagen, es reicht, das einfach zu behaupten. Für die Ex-PDS findet Feddersen dagegen nur lobende Worte: »Partei der Nachbarschaftlichkeit« sei sie gewesen, »der pädagogischen Nachhilfe auf dem Weg in den ›Westen‹«, wobei die Berliner PDS sich besondere Meriten erworben habe. Und er stellt zutreffend fest, daß diese Ex-PDSler »den Kapitalismus nicht abschaffen, sondern, freiheitlich, ihn effizienter haben« möchten.
Genau dies preist auch Brigitte Fehrle von der Berliner Zeitung seit Jahr und Tag an der alten PDS. Und, gesetzt den Fall, die neue Linkspartei würde jetzt weiter an Stimmen verlieren, weiß sie genau, wer daran schuld ist: »Dann hätte Lafontaines politisches Abenteurertum zwei Parteien ruiniert. Und ein Stück Demokratie.« Klarer Fall: Lafontaine ist auch für das schlechteste SPD-Wahlerergebnis aller Zeiten verantwortlich. (jW)
So geschehen unter anderem in den Wochenendausgaben von Berliner Zeitung und tageszeitung. In letzterer darf Jan Feddersen, »Redakteur für besondere Aufgaben«, darlegen, warum Die Linke auf keinen Fall wählbar sei: »Mit Oskar Lafontaine ist diese Partei nicht genießbar. Er verfolgt eine alte Kominternstrategie, nach der die kapitalistische Krise beschleunigt werden müsse, um das Volk zur Revolution zu treiben.« Wo er das her hat, muß er nicht sagen, es reicht, das einfach zu behaupten. Für die Ex-PDS findet Feddersen dagegen nur lobende Worte: »Partei der Nachbarschaftlichkeit« sei sie gewesen, »der pädagogischen Nachhilfe auf dem Weg in den ›Westen‹«, wobei die Berliner PDS sich besondere Meriten erworben habe. Und er stellt zutreffend fest, daß diese Ex-PDSler »den Kapitalismus nicht abschaffen, sondern, freiheitlich, ihn effizienter haben« möchten.
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Genau dies preist auch Brigitte Fehrle von der Berliner Zeitung seit Jahr und Tag an der alten PDS. Und, gesetzt den Fall, die neue Linkspartei würde jetzt weiter an Stimmen verlieren, weiß sie genau, wer daran schuld ist: »Dann hätte Lafontaines politisches Abenteurertum zwei Parteien ruiniert. Und ein Stück Demokratie.« Klarer Fall: Lafontaine ist auch für das schlechteste SPD-Wahlerergebnis aller Zeiten verantwortlich. (jW)
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