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Hans Dieter Mäde gestorben

Der Regisseur und langjährige Leiter des DEFA-Studios für Spielfilme Hans Dieter Mäde ist tot. Wie jW aus Kreisen der Familie erfuhr, verstarb der Künstler und Kulturpolitiker am 29. Mai im Alter von 79 Jahren. Mäde wurde am 29. Januar 1930 in Krakow am See (Mecklenburg) geboren und gehörte nach dem Studium von Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaften bereits in den 50er Jahren zu den bekannten Regisseuren der DDR. So inszenierte er gegen starke Widerstände 1958 Heiner Müllers Stück »Der Lohndrücker« am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Von 1961 bis 1966 leitete Mäde das Schauspiel Karl-Marx-Stadt, danach bis 1972 die Dresdener Theater. Er machte sich u.a. einen Namen durch sein prägendes Wirken in der Deutschen Shakespeare Gesellschaft und durch seine Inszenierung von Stücken des englischen Dramatikers. Von 1969 war Mäde Mitglied der Akademie der Künste, aus der er 1991 austrat. Ende 1976 wurde er zum Generaldirektor der DEFA ernannt.

Mäde erhielt zahlreiche künstlerische Auszeichnungen. Seit 1963 war er Kandidat des Zentralkomitees der SED, von 1981 bis 1989 dessen Mitglied. Im Januar 1989 schied er aus der DEFA aus und lebte seitdem zurückgezogen.
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(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2009, Seite 13, Feuilleton

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