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Einstellung des Verfahrens gefordert

Den Haag. Die Anwälte von Radovan Karadzic haben das internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag aufgefordert, die Anklage gegen ihren Mandaten fallenzulassen. Sie beriefen sich dabei am Montag auf eine angebliche Immunitätsvereinbarung mit dem früheren Balkan-Gesandten Richard Holbrooke. Demnach soll Holbrooke 1996 mit einer Vollmacht der Vereinten Nationen dem damaligen Führer der bosnischen Serben bei den Verhandlungen zu einem Friedensabkommen für den Balkan im Gegenzug für einen Machtverzicht Straffreiheit zugesichert haben. Holbrooke, damals US-Gesandter und inzwischen Sonderbotschafter Washingtons in Pakistan und Afghanistan, hat einen solchen Deal dementiert. Karadzics Anwälte verlangen eine Sondersitzung des Gerichts, um den Nachweis für die Vereinbarung zu erbringen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2009, Seite 6, Ausland

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