-
14.05.2009
- → Inland
Krankenkassen gaben illegal Daten weiter
Bonn. Bei den gesetzlichen Krankenkassen bahnt sich ein neuer
Datenschutzskandal an. In zwei Fällen hätten
Innungskassen widerrechtlich Versichertendaten an eine
Privatversicherung weitergegeben, damit diese gezielte
Zusatzversicherungen anbieten konnte, sagte ein Sprecher des
Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar am Mittwoch. Die Werber
der Zusatzversicherungen hätten sich direkt an die gesetzlich
Versicherten gewandt; dabei den Eindruck erweckt, Mitarbeiter der
gesetzlichen Kasse zu sein und sensible Patientendaten abgefragt.
Schaar habe Anzeige erstattet. Er gehe davon aus, daß es sich
nicht um Einzelfälle handle, wird Schaar von der Bild-Zeitung
(Mittwochausgabe) zitiert.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland