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EU-Rekordstrafe für US-Chipkonzern

Brüssel. Die EU-Kommission hat den Weltmarktführer von Computerprozessoren, den US-Konzern Intel, wegen rabiater Geschäftsmethoden abgestraft. Weil der Chiphersteller seinen Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) mit illegalen Mitteln vom Markt drängen wollte, verhängte die EU-Kommission ein Bußgeld von mehr als eine Milliarde Euro. Intel habe Millionen europäischen Verbrauchern geschadet, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel. »Ein derart schwerer und anhaltender Verstoß gegen das EU-Kartellrecht kann nicht hingenommen werden.« Intel kündigte bereits an, gegen die Entscheidung vor Gericht ziehen zu wollen.

Nach Ansicht der EU-Kommission versuchte das Unternehmen über Jahre in rechts- und wettbewerbswidriger Weise, AMD vom Prozessorenmarkt zu drängen. Kroes erklärte, Intel habe Computerherstellern Rabatte gewährt, wenn sie alle oder fast alle Prozessoren von Intel bezogen hätten.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.05.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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