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Georgien: Opposition bei Saakaschwili

Tbilissi. Nach wochenlangen Protesten in Georgien hat sich Präsident Michail Saakaschwili am Montag erstmals mit Vertretern der Opposition getroffen. Deren Führer Lewan Gatschetschiladse sagte danach in der Hauptstadt Tbilissi, bei den Gesprächen zur Beilegung der politischen Krise habe es keinerlei Fortschritte gegeben. Gatschetschiladse meinte weiter, Saakaschwili sei der Ansicht, daß in Georgien »alles gut« laufe. Die Opposition dagegen meine, alles laufe »sehr schlecht«. Sie fordert den Rücktritt des Präsidenten. Saakaschwili warf den Regierungsgegnern vor, von Rußland bezahlt zu sein. Diese demonstrieren seit dem 9. April täglich vor dem Parlament in Tbilissi gegen den einstigen Anführer der »friedlichen Rosenrevolution« des Jahres 2003.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.05.2009, Seite 1, Ausland

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