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Bundeswehrsoldaten töteten Afghanen

Berlin/Kabul. Deutsche Soldaten haben in der vergangenen Woche in Afghanistan zwei einheimische Kämpfer getötet. Das sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Insgesamt habe es bei einem Feuergefecht westlich der Stadt Kundus sieben Tote und 14 Verletzte gegeben. Nach neuen Erkenntnissen seien mindestens zwei der Aufständischen dabei von deutschen Soldaten getötet worden, die anderen von afghanischen Sicherheitskräften. Zunächst war von vier getöteten Aufständischen und vier Verletzten die Rede. Noch sei nicht klar, ob eine deutsche Staatsanwaltschaft den Fall untersuchen werde.

Der deutsche NATO-Befehlshaber Egon Ramms hat unterdessen gefordert, den Einsatz der ISAF-Truppen in Afghanistan auf Pakistan auszuweiten. Dazu sei allerdings die politischen Zustimmung aller Bündnispartner notwendig, sagte Ramms am Montag zur Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.05.2009, Seite 1, Inland

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