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Frauen teurer für Krankenkassen?

Berlin. Pro Kopf der Bevölkerung betrugen die Krankheitskosten im Jahr 2006 durchschnittlich 2870 Euro. Der Wert der Frauen lag bei 3230 Euro, Männer hingegen verursachten im Durchschnitt nur 2480 Euro. Dies sind Ergebnisse einer vom Gesundheitsportal imedo veröffentlichten Studie. Doch die wesentlichen Ursachen für diese Zahlen liegen weniger in einer größeren Neigung der Frauen, Ärzte und Krankenhäuser aufzusuchen, wie imedo feststellt. Ein Grund sei die höhere Lebenserwartung der Frauen – »bedingt durch einen gesünderen Lebensstil«, und damit ihr größerer Anteil an der Gesamtbevölkerung. Doch während viele Männer mit chronischen Leiden für lange Zeit von ihren Partnerinnen zu Hause gepflegt werden, sind Frauen im hohen Alter oft alleinstehend und daher stärker auf die Betreuung in Pflegeeinrichtungen angewiesen. Folglich leisten Frauen, bevor sie selbst pflegebedürftig werden, häufig einen großen Beitrag zur Entlastung des Gesundheitssystems. Ellis Huber, Gesundheitsreformer und medizinischer Beirat von imedo, verwies zudem darauf, daß ein Großteil der Kosten, die Frauen verursachen, auf Krankenhausaufenthalte während und nach einer Entbindung entfällt.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2009, Seite 15, Feminismus

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