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09.04.2009
- → Inland
Neue Anklage zum Transrapidunglück
Osnabrück. Knapp ein Jahr nach den Urteilen im ersten
Transrapidprozeß um den Tod von 23 Menschen auf der
Teststrecke im Emsland hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück
eine weitere Anklage in dem Fall erhoben. Sie richtet sich gegen
einen für die Betriebsleittechnik verantwortlichen Ingenieur
sowie gegen den Zweiten Leitstandsoperator, wie die
Anklagebehörde am Mittwoch mitteilte. Den beiden wird
vorgeworfen, durch grob fahrlässiges Verhalten das schwere
Unglück am 22.September 2006 erst ermöglicht zu haben.
Damals war der Transrapid mit Tempo 170 in einen Werkstattwagen
gerast. Das Verfahren gegen den Ersten Leitstandsoperator als
mutmaßlich entscheidenden Mann für das Unglück ruht
zur Zeit wegen Suizidgefahr des Betroffenen. Zwei Fahrdienstleiter
waren im vergangenen Mai zu Geldstrafen verurteilt worden.(AP/jW)
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