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Österreich: Ernest ­Kaltenegger tritt zurück

Graz. Der über die Grenzen der Steiermark und auch Österreichs hinaus bekannte kommunistische Kommunalpolitiker Ernest Kaltenegger hat am Montag seinen Rückzug aus der offiziellen Politik bekanntgegeben. Er wolle der KPÖ Steiermark aber auch weiterhin als Aktivist zur Verfügung stehen, sagte er im Gespräch mit jW. Als Grund für seine überraschende Entscheidung gab Kaltenegger gesundheitliche Probleme an. Der Landesvorsitzende der KPÖ Steiermark, Franz Stephan Parteder, will auf der Sitzung des Landesvorstandes im April ebenfalls seinen Posten zur Verfügung stellen. Beide Politiker gaben an, das Kampffeld zugunsten jüngerer Kräften räumen zu wollen.

Ernest Kaltenegger war zuletzt Abgeordneter im steirischen Landtag. Den Höhepunkt seiner politischen Tätigkeit erlebte er als Stadtrat für Wohnungsfragen in Graz. In Anerkennung ihrer auf die Interessen der Unterprivilegierten bezogenen Politik erhielt die KPÖ bei den Grazer Gemeinderatswahlen 2003 sensationelle 20,1 Prozent der Wählerstimmen. Kaltenegger wurde österreichweit zum Inbegriff eines Politikers, für den soziales Engagement kein Lippenbekenntnis, sondern ständige Praxis war. Über die Nachfolge Kalteneggers und Parteders soll eine Landeskonferenz im Herbst entscheiden. Die scheidenden KPÖ-Politiker erhoffen sich durch die Personalrochade »neuen Schwung«.
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(wp)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2009, Seite 2, Ausland

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