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Dokumentiert. Aus den Gesängen der Agnes Miegel

»Der neue Weg«

»(...) Ich wende mich täglich mehr der neuen Zeit zu. Sie ist für Deutschland, am allermeisten aber für uns im Ostland nicht nur der neue Weg – sondern der einzige Weg unendlich hart und mühselig in seinen Anforderungen für jeden (…).« (Mai 1933)



»Dem Führer!«

»Neid hat er und Bruderhaß gestillt/ Unsere Herzen, hart von Not und Krieg,/ hat mit seinen glühenden glaubensvollen/ Worten er durchpflügt wie Ackerschollen,/ bis ein neuer Frühling in uns stieg. Unsere Stirnen, die so tief geneigt,/ richteten sich auf bei seinem Nahm (...) Laß deine Hand/ Führer! uns vor aller Welt bekennen:/ Du und wir/ nie mehr zu trennen,/ stehen ein für unser Vaterland!«

(Aus: Werden und Werk. Leipzig 1938)
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»An Deutschlands Jugend«

»Jugend Deutschlands! Singend voran den Völkern zogst Du in Deinen Tag, den Tag der Zukunft!/ Herrlicher Frühling, uns aus Trümmern erblühter,/ Du, in denen wir lieben, die für euch starben (...)/ Aber dies: wir stehen, wir Deutsche, / Volk das zum Volke fand, folgend dem Ruf des Führers/ Stehen zum erstenmal, nicht Gatten und Brüder/ nur allein, wir stehen, Frauen und Kinder, /alle im Kampf und stehen gefassten Herzens,/ auf uns zu nehmen wie sie die Schrecken des Krieges: /Feuer und Nacht und Not und grausames Sterben,/ wie es das Schicksal bestimmt./Doch es liebt immer noch die Tapferen.(...)«

(Aus: Ostland, Gedichte. Jena 1940)



»An den Führer«

Übermächtig erfüllt mich mächtiger Dank, daß ich dieses erlebe,/Dir noch dienen kann, dienend den Deutschen/ mit der Gabe, die Gott mir verlieh(...)/ daß die Meinen die gefallnen, geliebten Gefährten der Kindheit,/ daß die Toten, die Dein Kommen ersehnten,/ daß die Ahnen, die verlassen die Heimat/ Wiedergekehrt durch Dich, – daß sie alle/ mit mir Dich segnen!«

(Aus: Ostland, Gedichte. Jena 1940)



Nach 1945 schrieb Agnes Miegel: »Dies habe ich mit meinem Gott alleine abzumachen und mit niemand sonst.«
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.03.2009, Seite 3, Schwerpunkt

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