-
18.03.2009
- → Ausland
Mordurteil gegen Krajisnik aufgehoben
Den Haag. Das UN-Tribunal hat in zweiter Instanz die Verurteilung
des ehemaligen bosnisch-serbischen Parlamentspräsidenten
Momcilo Krajisnik teilweise aufgehoben. Die Berufungskammer kippte
den Schuldspruch wegen Mordes, bekräftigte jedoch, der heute
64jährige Krajisnik sei für die Vertreibung Tausender
Menschen während des Bosnien-Krieges verantwortlich. Seine
Strafe wurde um sieben Jahre reduziert.
Krajisnik war 2006 zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, zwischen 1992 und 1995 die Vertreibung und Ermordung von Muslimen und Kroaten aus Bosnien geplant zu haben. Vom Vorwurf des Völkermordes wurde er damals freigesprochen. (AP/jW)
Krajisnik war 2006 zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, zwischen 1992 und 1995 die Vertreibung und Ermordung von Muslimen und Kroaten aus Bosnien geplant zu haben. Vom Vorwurf des Völkermordes wurde er damals freigesprochen. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland