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Steueroasen mit Zugeständnissen

Bern/Wien. Ausländische Steuerflüchtlinge sollen sich künftig auch in der Schweiz und in Österreich nicht mehr hinter dem Bankgeheimnis verstecken können. Die Regierung in Bern gab am Freitag dem internationalen Druck nach und erklärte sich zur Übernahme des OECD-Standards bereit. Auch Österreich kommt der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entgegen und lockert sein Bankgeheimnis gegenüber Anfragen aus dem Ausland. In Zukunft soll ein »gut dokumentierter, begründeter Verdacht« auf ein Steuervergehen ausreichen, um von Österreich Konteninformationen zu erhalten. Auch die Schweiz will in Fällen von Steuerhinterziehung ausländische Amtshilfegesuche künftig nicht mehr mit dem Hinweis auf das Bankgeheimnis ablehnen. Nach Finanzzentren in Asien hatten am Donnerstag Liechtenstein und Andorra dem Druck großer Industriestaaten nachgegeben und Zusammenarbeit in Steuerfragen zugesichert. Jetzt wartet man in europäischen Finanzkreisen auf ein Einlenken in Luxemburg. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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