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Demographie

Auf Pressekonferenzen in New York und Berlin wurden am Mittwoch neue Prognosen der Vereinten Nationen zur Entwicklung der Weltbevölkerung vorgestellt. Veranstalterin in Berlin war die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, eine »Entwicklungshilfeorganisa­tion«. Thomas Büttner von der UN-Bevölkerungsabteilung »projizierte« ein Anwachsen der Weltbevölkerung um 2,3 auf insgesamt 9,1 Milliarden bis zum Jahr 2050. In ärmeren Ländern sei nach wie vor ein starkes Wachstum zu erwarten, wohingegen die Bevölkerungsgrößen in den reichen Industrienationen stagniere bzw. schrumpfe. Es sei davon auszugehen, daß Indien zur Jahrhundertmitte mit 1,6 Milliarden das bevölkerungsreichste Land der Welt sein werde, wobei für die BRD im gleichen Zeitraum ein Rückgang auf 71 Millionen abzusehen sei. Einen »zentralen Faktor« im Zusammenhang mit der Entwicklung der Weltbevölkerung nannte Büttner die Migration. In Deutschland ist diese in den letzten vier Jahren um etwa 150 Prozent zurückgedrängt worden.

(jW)
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junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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