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Leipzig liest

Heute öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Tore. Bis Sonntag präsentieren rund 2100 Aussteller aus 38 Ländern ihre Neuheiten. Es werden mehr als 120000 Besucher erwartet. Im Gegensatz zu ihrer Konkurrentin in Frankfurt/Main gilt sie als ausgesprochene Publikumsmesse und verweist stolz auf »Leipzig liest«: 1900 Veranstaltungen mit 1500 Autoren. Außerdem habe die Messe ihre Fläche um 3,5 Prozent auf »65000 Quadratmeter (brutto)« vergrößert. Ein neuer Trend wurde auch gleich in die Welt posaunt: angeblich sind Sachbücher die Frühjahrsmode 2009. Dieser Bereich habe sich in den vergangenen Jahren stabilisiert und wachse, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. Nach einer Berechnung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels liegt der Anteil der Sachbücher am jährlichen Gesamtumsatz des Buchhandels von etwas über neun Milliarden Euro zwischen 16 und 17 Prozent. Bei den Ausstellern sind Spiegel und FAZ nicht mehr vertreten, dafür betritt die Frankfurter Rundschau erstmals den Osten. Im Neuen Deutschland hat Hans Dieter Schütt schon mal geschrieben, wo dort der Hammer hängt: »Haben wir Krisenbücher nicht immer schon gelesen? Jedes Kochbuch baut auf die Krise, die Hunger heißt.« (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2009, Seite 12, Feuilleton

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