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China am Rand einer Deflation

Peking. Im Februar mußten die chinesischen Verbraucher für ihre Lebenshaltung erstmals seit mehr als sechs Jahren weniger ausgeben als im Vorjahresmonat. Der Rückgang habe 1,6 Prozent betragen, wie das nationale Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Grund waren vor allem die fallenden Rohstoffpreise und die sinkenden Exporte Chinas mit einer daraus resultierenden Überproduktion. Zugleich machte sich aber auch ein sogenannter Basiseffekt bemerkbar: Im Februar 2008 hatte die Inflationsrate mit 8,7 Prozent ein Elf-Jahres-Hoch erreicht und die Preise vieler Produkte sehr hoch getrieben. Experten befürchten in China nun eine Deflation: Verbraucher könnten mit Anschaffungen in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise warten – die Kaufzurückhaltung würde die Produkte dann tatsächlich billiger machen. Eine derartige Spirale würde Chinas Wachstumsziel von acht Prozent für dieses Jahr gefährden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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