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Doping II: Unsicher

Hoffenheim. Die Dopingaffäre beim Aufsteiger aus Hoffenheim schlug auch am Montag hohe Wellen. Andreas Ibertsberger und Christoph Janker hatten bei den Dopingkontrollen nach dem Bundesliga-Spiel am 7. Februar bei Borussia Mönchengladbach (1:1) gegen die Richtlinien verstoßen, weil sie mit zehnminütiger Verspätung zur Kontrolle erschienen waren. Ihre Dopingtests waren negativ ausgefallen. Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick behauptete nun, solche Verstöße seien in der Bundesliga an der Tagesordnung. Das hätten ihm auch andere Trainer gesagt. Der DFB war nicht amüsiert: »Sollten bislang nicht bekannte Vorfälle durch die Antwort von Herrn Rangnick bekanntwerden, so werden wir dazu sofort sportgerichtliche Ermittlungen einleiten«, sagte der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Neben einer Sperre von einem Jahr für Ibertsberger und Janker droht Hoffenheim ein Punktabzug, da Mönchengladbach am Sonntag abend Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt hat. »Es geht darum, daß in dieser Sache totale Rechtsunsicherheit herrscht, auch beim DFB«, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2009, Seite 16, Sport

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