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Naftogas: Kein Geld für Gas aus Rußland

Kiew. Der hochverschuldete ukrainische Gaskonzern Naftogas hat angesichts der Finanzkrise vor erneuten Problemen mit ausstehenden Zahlungen an den russischen Monopolisten Gasprom gewarnt. Wenn regionale Versorger ihre Rückstände in Höhe von rund 4,6 Milliarden Hrywna (450 Millionen Euro) nicht beglichen, könne es auch Schwierigkeiten mit den Zahlungen an Moskau geben, hatte das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt. Die regionalen Gasversorger sind wegen der Rezession und der gestiegenen Gaspreise zunehmend unter Druck geraten.

Naftogas selbst schleppt einen Schuldenberg von umgerechnet 3,2 Milliarden Euro vor sich her und stand bereits zweimal knapp vor der Zahlungsunfähigkeit. Ein Streit mit Gasprom um die Höhe des Gaspreises hatte im Januar zu Lieferengpässen in Teilen Süd- und Osteuropas geführt. Das meiste russische Gas erreicht Westeuropa über ukrainische Pipelines. Die Ukraine ist von der weltweiten Wirtschaftskrise besonders hart getroffen. Nach konstantem Wachstum wird die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr vermutlich um sechs Prozent schrumpfen.


(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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