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Seeräuber-Tagebuch

Das Tagebuch des schottischen Seeräubers Selkirk, welches Daniel Defoe zu dem 1719 veröffentlichten Roman Robinson Crusoe inspiriert hat, könnte seinen Weg nach Berlin gefunden haben – genauer: auf »irgendein vergessenes Regal der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz«. Dies vermutet der britische Forscher David Caldwell, wie der Spiegel berichtet. Selkirk war vier Jahre auf einer Insel im Südpazifik ausgesetzt und schrieb dort ein Tagebuch, das nach seiner Rettung 1709 in den Besitz des Duke of Hamilton, des reichsten schottischen Adligen, geraten sein soll und im 19. Jahrhundert an das deutsche Kaiserreich verkauft worden sei. Nun könnte es sich noch immer in Berlin befinden. Die Staatsbibliothek bezweifelt das, mit »an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit« sei das Buch nicht in der Sammlung. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2009, Seite 12, Feuilleton

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