-
03.02.2009
- → Feuilleton
Tante Hugo
Junkers lehnte die militärische Nutzung seines Flugzeugs ab. 1933 wurde er von den Nazis zur Abtretung seiner Fabriken und Patente gezwungen, der Dessauer Oberstaatsanwalt erteilte ihm »Stadtverbot«. Nach seinem Tod 1935 erlangte »Tante Ju« als Militärmaschine der Nazis traurige Berühmtheit. Junkers & Co. GmbH stellte im Faschismus hauptsächlich Rüstungsmaterial her. Vor diesem Hintergrund hatte der Industrielle Junkers in der DDR keine große Gedächtnislobby und geriet in Vergessenheit. Nun gibt es für diesen deutschen Kapitalisten jedoch zahlreiche Ehrungen in Dessau. (ddp/AP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
