Zum Inhalt der Seite

Sozialgericht fordert Nachbesserungen

Kassel. Angesichts eines neuen Rekords bei Klagen gegen die »Hartz IV«-Gesetze und einzelne Bescheide hat das Bundessozialgericht (BSG) Nachbesserungen bei der Reform gefordert. 2008 gab es bei den Sozialgerichten der 1. Instanz bundesweit rund 174618 neue Verfahren, wie das BSG in Kassel am Donnerstag auf seiner Jahrespressekonferenz mitteilte. 2007 waren es 136614 Klagen. Im Mittelpunkt standen 2008 Fragen zur Übernahme der Unterkunftskosten sowie zur Anrechnung von Einkommen und Vermögen. BSG-Präsident Peter Masuch forderte den Gesetzgeber auf, die bei Hartz IV gemachten Erfahrungen und die grundsätzlichen Entscheidungen des Bundessozialgerichts auszuwerten, um »mögliche Fehlentwicklungen zu beseitigen«. Am Dienstag entscheidet das BSG über die Verfassungskonformität der Regelsätze für Kinder.

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2009, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!