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Schwere Vorwürfe an Krankenkassen

Berlin. Einige Krankenkassen bieten Ärzten nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Geld für falsche Diagnosen. Diesen Vorwurf erhob KBV-Chef Andreas Köhler am Donnerstag in Bild.de: Hintergrund ist die neue Regelung, wonach Krankenkassen für Patienten mit schweren Krankheiten deutlich mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommen als für Gesunde. Seit Monaten warnen Experten, dies könnte zu Manipulationen führen, die Versicherte auf dem Papier kränker erscheinen lassen. Appelle von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt haben nach Köhlers Darstellung nichts genützt. »Es hat sich nichts geändert«, sagte er dem Bericht zufolge. »Im Gegenteil: Das Problem ist bundesweit zu beobachten und wird immer größer.«

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2009, Seite 4, Inland

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