-
21.01.2009
- → Feuilleton
Apostroph dir eins
Die franzöische Post verärgert die Bretonen. Abgeordnete aus der Bretagne empörten sich, nachdem ein regionaler Postvertreter erklärte hatte, die vielfach auftauchenden Apostrophe in Ortsnamen wie »l’Aber Wrac’h« könnten von den automatischen Adreß-Lesegeräten nicht erkannt werden und seien deshalb zu ignorieren. Die Software der Post vermute hinter dem Apostroph das Schlüsselwort – wie im französischen, sagte der für der unter andereem für die Betagne zuständige Postmanager Yves Amiard. Aber auf Bretonisch sei es genau umgekehrt, weshalb die Fehlerquote sehr hoch sei. Die Post empfehle daher, »die betonische Sprache in Adressen nicht mehr zu benutzen«, empörte sich der Vizepräsident des Regionalrats der Bretagne, Christian Guyonvarc’h. Sie habe Kommunen auch aufgefordert, neue Straßen auf Französisch und nicht mehr auf Bretonisch zu benennen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton