-
05.01.2009
- → Feuilleton
Pariser Exil
Die von islamischen Fundamentalisten mit dem Tod bedrohte Schriftstellerin Taslima Nasreen kommt in Paris unter. Die Stadt stellt eine Wohnung zur Verfügung und übernimmt bis auf weiteres die Miete. Im vergangenen Sommer war Nasreen, die aus Bangladesch stammt, Pariser Ehrenbürgerin geworden. Vor anderthalb Monaten hatte sie sich mit einer entsprechenden Bitte an die Stadt gewandt. 1994 war sie aus Bangladesch geflohen. Für Islamisten erfüllt ihr Roman «Lajja» den Tatbestand der „Gotteslästerung“. Der Roman beschreibt den Alltag einer von Muslimen verfolgten Hindu-Familie in Bangladesch. Nach zehn Jahren im Exil in Europa und den USA hatte sich Nasreen 2004 in Indien niedergelassen. Von dort war sie angesichts neuer Morddrohungen im Frühjahr 2008 nach Schweden gegangen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton