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Inflation schwächt Simbabwe weiter

Harare. Als Reaktion auf die Rekordinflation hat Simbabwe am Mittwoch einen Ein-Million-Dollar-Geldschein in Umlauf gebracht. Die Notenbank verkündete, künftig gebe es drei neue Scheine mit einem Wert von 100000, 500000 und einer Million Simbabwe-Dollar. Der 100000-Dollar-Schein ist auf dem Schwarzmarkt derzeit einen US-Dollar wert. Er reicht damit nicht mehr aus, um einen Laib Brot zu kaufen, der aktuell rund 200000 Simbabwe-Dollar kostet.

Im Juli hatte die Inflationsrate des Landes 213 Millionen Prozent betragen. Um die Teuerungsrate zu verringern, hatten die Behörden bereits im Laufe des Jahres zehn Nullen von den Geldscheinen streichen lassen. Simbabwe galt einst als Musterland im Süden Afrikas und als Kornkammer der Region. Präsident Robert Mugabe macht vor allem Sanktionen Großbritanniens und anderer westlicher Länder für die Wirtschaftskatastrophe verantwortlich, während der Westen die Ursache in der Landreform von 2000 sieht, bei der weiße Farmer enteignet worden waren.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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