Zum Inhalt der Seite

Die Linke übernimmt Antisemitismusantrag

Berlin. Der Bundestag hat am Dienstag mit den Stimmen aller Parteien eine Erklärung zum Antisemitismus in Deutschland abgegeben. Die Linksfraktion hatte den von den CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen erarbeiteten Entwurf wortgleich eingebracht und damit den Weg für eine einmütige Verabschiedung der Erklärung zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht geebnet. Antisemitismus sei »noch immer ein ernst zu nehmendes gesellschaftliches Problem in Deutschland«, heißt es in den Entschließungen. Und weiter: Oft gehe der Antisemitismus »mit Antiamerikanismus und Antizionismus«. »Die Solidarität mit Israel ist ein unaufgebbarer Teil der deutschen Staatsräson.« (AP/ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.11.2008, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!