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RWE bekommt Zuschlag für Risiko-AKW

Von Michael Schulze von Glaßer
Sofia. Der deutsche Energiekonzern RWE hat den Zuschlag für eine 49prozentige Beteiligung am Kernkraftwerksprojekt Belene in Nordbulgarien erhalten, teilte Wirtschaftsminister Petar Dimitrow am Freitag in Sofia mit. 1,5 Milliarden Euro möchte RWE in den Atomkraftwerksneubau investieren. Ursprünglich in den 1980er Jahren geplant, wurde vom Bau an diesem Standort wegen Warnungen sowjetischer Wissenschaftler abgesehen. Erst 2003 wurde das Projekt wieder aufgegriffen und ist seitdem als massiver »nicht tolerierbares Sicherheits- und Umweltrisiko« massiver Kritik ausgesetzt. In Belene soll ein neuer Reaktortyp eingesetzt werden für den es bislang weder Sicherheitsanalysen noch Betriebserfahrung gibt. Hinzu kommt das Erdbebenrisiko in der Region. Für RWE ist Belene ein Test: Bisher betreibt der Konzern nur in Deutschland Atomreaktoren.
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2008, Seite 5, Inland

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