68 bilanziert
Zum Thema »68 – eine globale Revolte und ihre Bilanz« tagte am Wochenende eine Arbeitskonferenz in Gütersloh, verstaltet von der Bildungsgemeinschaft SALZ e.V., unterstützt von der Marx-Engels-Gesellschaft und der Rosa Luxemburg Stiftung sowie verschiedenen linken Medien, darunter junge Welt, SoZ, UZ, Lunapark 21. Entsprechend politisch heterogen waren die Beiträge, die auch die Aufgabenstellung für revolutionäre Politik heute verhandeln sollten. Konsens zeichnete sich in der Auffassung ab, daß die ursprünglichen Ziele sozialistischer Emanzipation in realsozialistischen Staaten zumindest »stark deformiert« wurden – bei den benannten Gründen hierfür gab es erwartungsgemäß weniger Einmütigkeit. Die Beschäftigung mit dem sogenannten Transformationsprozeß dieser Staaten wäre eine eigene Konferenz wert. Das gilt auch für die aufgeworfene Frage »nach dem Kontinuum eines Volksgemeinschaftsverständnisses nazistischer Prägung in der deutschen Gesellschaft«. Die SALZ plant eine Folgekonferenz in Berlin.
(jW)
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