Zum Inhalt der Seite

68 bilanziert

Zum Thema »68 – eine globale Revolte und ihre Bilanz« tagte am Wochenende eine Arbeitskonferenz in Gütersloh, verstaltet von der Bildungsgemeinschaft SALZ e.V., unterstützt von der Marx-Engels-Gesellschaft und der Rosa Luxemburg Stiftung sowie verschiedenen linken Medien, darunter junge Welt, SoZ, UZ, Lunapark 21. Entsprechend politisch heterogen waren die Beiträge, die auch die Aufgabenstellung für revolutionäre Politik heute verhandeln sollten. Konsens zeichnete sich in der Auffassung ab, daß die ursprünglichen Ziele sozialistischer Emanzipation in realsozialistischen Staaten zumindest »stark deformiert« wurden – bei den benannten Gründen hierfür gab es erwartungsgemäß weniger Einmütigkeit. Die Beschäftigung mit dem sogenannten Transformationsprozeß dieser Staaten wäre eine eigene Konferenz wert. Das gilt auch für die aufgeworfene Frage »nach dem Kontinuum eines Volksgemeinschaftsverständnisses nazistischer Prägung in der deutschen Gesellschaft«. Die SALZ plant eine Folgekonferenz in Berlin.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.09.2008, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!