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Jugendfreier Alice Cooper

Der rüstige Rockrentner Alice Cooper hält seine makaber gemeinten Bühnenshows für absolut jugendfrei. »Ich habe wahrlich seltsame Dinge auf der Bühne getrieben, aber nie geflucht, nie obszöne Sachen gesagt«, sagte der 60jährige der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe). »Meine Show ist die gute alte Horrorkomödie für den Samstagnachmittag.« Für ihn ist das ein klassisches Moral-Schauspiel. »Ich spiele manchmal den Bösen, den Schurken, aber er wird am Ende jedes Mal getötet.« Allerdings habe er seinen Kindern klargemacht, daß er sich auf der Bühne nicht in Wirklichkeit guillotinieren ließ, sondern daß dort nur ein Gummikopf abgeschlagen wird. Sein Geheimnis sei, daß weder seine Familie noch er selbst den Privatmann mit der Bühnenfigur verwechselten. Denn »wenn man die Figur, die man auf der Bühne darstellt, ins Leben hinübernimmt, kostet einen das dreißig Jahre Lebenszeit.« Als abschreckende Beispiele nannte er seine früh vestorbenen Altesgenossen Jim Morrison, Jimi Hendrix und Janis Joplin. Er jedenfalls gehe regelmäßig zur Kirche. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2008, Seite 12, Feuilleton

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