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Siemens-Chef verteidigt Jobabbau

Berlin. Siemens-Vorstandschef Peter Löscher hat den geplanten Abbau von rund 17000 Arbeitsplätzen weltweit verteidigt. Man fordere von Führungsebene und Verwaltung »genau das ein, was für die Mitarbeiter in den Fabriken selbstverständlich ist: Produktivität und Effizienz«, sagte er der Bild-Zeitung (Montagausgabe). »Ende letzter Woche haben wir zuerst den Gremien unsere Pläne gegeben. Einige darin enthaltene Angaben haben offenbar gleich danach die Öffentlichkeit erreicht«, sagte Löscher dem Blatt. »Die Beschäftigten zahlen den Preis für ein Mißmanagement von gewaltigem Ausmaß«, kritisierte Klaus Ernst von der Linksfraktion im Bundestag am Sonntag in Berlin.
Nach Medienberichten will Siemens allein in Deutschland bis 2010 mindestens 6400 Arbeitsplätze streichen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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