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Versöhnung

Mit einem Festakt ist am Montag eine Stiftung zum Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche gegründet worden. »Wir sind heute einen Riesenschritt vorangekommen, den kühnen Traum Wirklichkeit werden zu lassen«, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Das Gotteshaus solle als offene Stadtkirche, als Symbolkirche und Ort der Versöhnung dienen. Die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Kirche wird stets mit dem 21. März 1933 in Verbindung gebracht, als sich dort Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg die Hände reichten. Die propagandistische Inszenierung sollte den Schulterschluß von Preußentum und Nationalsozialismus dokumentieren. Das barocke Bauwerk war 1945 durch einen Bombenangriff beschädigt und auf den Tag genau vor 40 Jahren auf Anordnung der SED-Führung gesprengt worden.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.06.2008, Seite 13, Feuilleton

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