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Reformvorschläge aus Teheran

Brüssel. Iran fordert eine Überarbeitung des Atomwaffensperrvertrags. Der iranische Botschafter bei der Europäischen Union erklärte am Mittwoch in Brüssel, ein Paket von Reformvorschlägen sei dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana, UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie China, der Schweiz und Rußland überreicht worden. Das Paket sei als Vorschlag zur Lösung des Streits über das iranische Atomprogramm gedacht, erklärte Botschafter Ali Asghar Chadschi. Bislang gälten für die Unterzeichnerstaaten des Atomwaffensperrvertrags, zu denen auch der Iran zählt, unterschiedliche Standards. Nuklearmächte wie die USA entwickelten neue Atomwaffen, anderen Staaten werde dies verboten. Zugleich betonte Chadschi aber: »In unserer Verteidigungsdoktrin haben Atomwaffen keinen Platz.«

Rußlands Außenminister Sergej Lawrow warf dem Westen vor, durch eine einseitig harte Haltung gegenüber der iranischen Atompolitik die Spaltung der Staatengemeinschaft in Kauf zu nehmen. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2008, Seite 1, Ausland

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