Zum Inhalt der Seite

Bestreikt

Erstmals seit 1944 erscheint heute in Frankreich keine Le Monde. Die Zeitungsmacher streiken gegen einen Sanierungsplan, den Verlagschef Eric Fottorino in der vergangenen Woche vorgestellt hat. 130 Stellen sollen demnach gestrichen werden. Zwei Drittel in der Redaktion, ein Drittel in der Verwaltung. »Manchmal muß man, wie in der Chirurgie, ein Glied opfern, wenn es ums Überleben geht«, erklärte Fottorino gegenüber Spiegel online. »Die Existenz von Le Monde ist nicht in der Verfassung Frankreichs verankert.« (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2008, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!