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07.04.2008
- → Feuilleton
Heston tot
Der Hollywood-Star und Waffenlobbyist Charlton Heston ist tot. Heston starb am Samstag in seinem Haus in Beverly Hills im Alter von 84 Jahren. Der Zwei-Meter-Mann erhielt für seine Darstellung des »Ben Hur« im gleichnamigen Film von William Wyler 1960 einen Oscar. Heston erzählte gerne, wie Regisseur Wyler ihm vor der Verfilmung des Wagenrennens gesagt habe, er solle sich nur darauf konzentrieren, nicht herunterzufallen. Auch gab er Moses, Julius Caesar, El Cid, Abraham, Michelangelo in den einschlägigen Monumentalfilmen. Seinen Durchbruch hatte er als Zirkusdirektor in Cecil B. DeMilles »Die größte Schau der Welt« 1952.
Von 1965–1971 war er Vorsitzender der US-Schauspielgewerkschaft. Zwar setzte er sich für das Civil Rights Movement ein und demonstrierte zusammen mit Martin Luther King in Washington, doch immer wieder äußerte er viel Verständnis für die US-Konservativen. Ronald Reagan, der erst einer der Gewerkschaftschefvorgänger war und dann Gouverneur von Kalifornien und schließlich US-Präsident wurde, war zeitlebens einer von Hestons Kumpels.
Hatte er sich nach der Ermordung von Martin Luther King 1968 noch für restriktive Waffengesetze ausgesprochen, wurde Heston 1998 zum Cheflobbyisten für Knarren und Kanonen, als er sich zum Präsidenten der National Riffle Association wählen ließ. In dieser Funktion wurde er vom Filmemacher Michael Moore in dessen Dokfilm »Bowling for Columbine« 2002 als ziemlicher Idiot vorgeführt, allerdings litt er an der Alzheimer Krankheit. Legendär ist seine Äußerung, seine Waffen ließe er sich nur »aus meinen kalten, toten Händen nehmen«. (AFP/jW)
Von 1965–1971 war er Vorsitzender der US-Schauspielgewerkschaft. Zwar setzte er sich für das Civil Rights Movement ein und demonstrierte zusammen mit Martin Luther King in Washington, doch immer wieder äußerte er viel Verständnis für die US-Konservativen. Ronald Reagan, der erst einer der Gewerkschaftschefvorgänger war und dann Gouverneur von Kalifornien und schließlich US-Präsident wurde, war zeitlebens einer von Hestons Kumpels.
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Hatte er sich nach der Ermordung von Martin Luther King 1968 noch für restriktive Waffengesetze ausgesprochen, wurde Heston 1998 zum Cheflobbyisten für Knarren und Kanonen, als er sich zum Präsidenten der National Riffle Association wählen ließ. In dieser Funktion wurde er vom Filmemacher Michael Moore in dessen Dokfilm »Bowling for Columbine« 2002 als ziemlicher Idiot vorgeführt, allerdings litt er an der Alzheimer Krankheit. Legendär ist seine Äußerung, seine Waffen ließe er sich nur »aus meinen kalten, toten Händen nehmen«. (AFP/jW)
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