Zum Inhalt der Seite

Nach Nebenjob in Libyen suspendiert

Düsseldorf. Die Affäre um die illegale Ausbildung libyscher Sicherheitskräfte durch deutsche Polizisten und Bundeswehrangehörige hat zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Acht Angehörige von Spezialeinsatzkommandos (SEK) wurden in den regulären Dienst versetzt. Die Männer würden »nicht mehr in die SEKs zurückkehren«, sagte am Freitag ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. Bundesweit sollen Medienberichten zufolge mehr als 30 deutsche Polizisten, Bundeswehrangehörige und Spezialisten mit GSG-9-Erfahrung ohne Wissen ihrer Vorgesetzten auf eigene Rechnung Sicherheitskräfte in Libyen ausgebildet haben.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2008, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!