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Solidarität!

Vorwärts und nicht vergessen

Die internationale Solidarität als Kernelement der jungen Welt

Von Aktion und Kommunikation
Foto: Montecruz Foto
Durfte sonst in Berlin nicht berichten: UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese in der Maigalerie der Tageszeitung junge Welt

Worin die Stärke der Werktätigen besteht, schrieb schon Bertolt Brecht und sang Ernst Busch 1929: in der Solidarität. Diesem Grundsatz ist die junge Welt verpflichtet. Doch während viele deutsche Linke groß darin sind, es bei Worten zu belassen, lässt das kubanische Volk diese praktisch werden.

Auch um diesen historischen Taten den nötigen Respekt zu erweisen, haben die Tageszeitung junge Welt und die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus sich in diesem Jahr dafür entschieden, den Rosa-Luxemburg-Preis 2026 an die kubanische Ärztin und Internationalistin Aleida Guevara zu verleihen. Stellvertretend für das widerständige kubanische Volk nimmt sie den Preis am Sonnabend, dem 11. April, entgegen. Die Verleihung schließt an eine Kuba-Solidaritätskonferenz an, die unter anderem das Ziel verfolgt, die Öffentlichkeit auf die verheerenden Folgen der US-Blockade gegen Kuba aufmerksam zu machen. In einer Situation größter Bedrängnis durch eine brutale Blockade bildet das sozialistische Land medizinisches Personal aus, damit dieses in den vielen Ländern helfen kann, und es gibt Impfstoffe kostenlos ab. Im Gegensatz zu den USA, dem blockierenden Land, das so viel hätte, weil es so viel geraubt hat.

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Internationale Solidarität ist nicht auf eine einzelne Veranstaltung beschränkt. Als auf dem Höhepunkt des israelischen Genozids in Palästina die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese in Deutschland auftreten sollte und ihr kurzerhand sämtliche Räume entzogen wurden, sprang die junge Welt ein und ermöglichte trotz Belagerung durch die Polizei einen sicheren Ablauf ohne Einschränkung der Meinungsfreiheit. Denn der Angriff galt nicht allein ihrer Person, sondern vor allem der Position, dass sich Israel des Völkermordes und die BRD der Komplizenschaft schuldig mache. Diese Position sollte im Diskurs unterbunden werden.

Das Prinzip der internationalen Solidarität ist also eines, das tätiger, praktischer Anwendung bedarf. Der Anspruch der jW ist, dass sie sich in jeder Tagesausgabe finden muss. Neben Arbeitskämpfen in Deutschland und der ganzen Welt finden Sie hier auch Berichte über die Auswirkungen, die das Handeln der imperialistischen Metropolen auf die Völker der ganzen Welt hat. Während ein überwältigender Teil der Medienlandschaft sich in sämtlichen Positionen ähnelt und den westlichen Imperialismus als positiv, »alternativlos« oder als Gipfel der Demokratie darstellt, hält die junge Welt dagegen. In diesem Sinne: Hoch die internationale Solidarität!

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2026, Seite 16, Aktion

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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

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