Zum Inhalt der Seite

Italiens Lkw-Fahrer beenden Streiks

Rom. Die italienischen Lastwagenfahrer haben ihre Streiks in der Nacht zu Donnerstag weitgehend beendet. Am Donnerstag morgen setzten nur noch wenige Fahrer ihren Ausstand fort. Die Branchengewerkschaften hatten in der Nacht dazu aufgerufen, den Streik und die Straßenblockaden aufzugeben, nachdem sie im italienischen Verkehrsministerium einen Kompromiß ausgehandelt hatten. Demnach sollen die Lkw-Fahrer in den kommenden drei Jahren insgesamt 70 Millionen Euro mehr erhalten. Zudem bekommen Transportunternehmen vom Staat einen Ausgleich für die stark gestiegenen Benzinpreise.

Der dreitägige Streik hat nach Schätzung des Verbands italienischer Versorgungsunternehmen Kosten von zwei Milliarden Euro verursacht. Rund 90 Prozent der Speditionsunternehmer und Lkw-Fahrer hatten sich nach Angaben der Gewerkschaften beteiligt und ein landesweites Verkehrschaos ausgelöst. Die fünf Fiat-Werke in Italien mußten mangels Lieferung von Bauteilen ihre Produktion stoppen und 17000 Arbeiter vorübergehend nach Hause schicken. Unter anderem war an vielen Tankstellen im Land das Benzin ausgegangen, in den Supermärkten fehlten frisches Obst und Gemüse so­wie Milchprodukte. Erste Tankfahrzeuge fuhren am Donnerstag morgen bereits wieder.(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2007, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!