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Protest von Conterganopfern

Berlin. Mit einem Protestzug haben Contergangeschädigte am Sonntag in Berlin auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht und mehr finanzielle Unterstützung gefordert. Die Versorgung der Opfer mit Entschädigungen ist nach Einschätzung des Bundesverbandes Contergangeschädigter »unzureichend«. Die Politik müsse helfen, eine »umgehende und angemessene Lösung« für den Arzneimittel-skandal zu finden, forderte der Verband.

Das Beruhigungsmittel Contergan kam 1957 auf den Markt und verursachte Mißbildungen bei Neugeborenen. 1961 wurde das Schlafmittel nach öffentlichem Druck vom Markt genommen. Nach Verbandsangaben kamen in Deutschland etwa 5000 contergangeschädigte Kinder zur Welt. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2007, Seite 5, Inland

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