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Doping: Bitte Geld her

Monaco. Marion Jones hat sich für pleite erklärt. Doch ungeachtet dessen soll die einstige Leichtathletik-Queen beim Weltverband IAAF die Zeche für jahrelanges Doping zahlen. Das IAAF-Council bestätigte die zweijährige Sperre der Nationalen Anti-Doping-Agentur der USA und verlangt von der zurückgetretenen Sprintikone Preisgelder in Höhe von geschätzten 700000 US-Dollar zurück. Weitere 100000 Dollar soll sie in den USA an Fördergeldern zurückzahlen. »Ich habe nur noch 2000 Dollar«, hatte Jones im Juni erklärt. Am Freitag beschloß das IAAF-Council, alle Wettkampfergebnisse von Jones seit dem 1. September 2000 zu streichen. Außerdem empfahl es dem IOC, der Mannschaft der USA die bei den Olympischen Spielen in Sydney gewonnenen zwei Staffel-Medaillen abzuerkennen. Jones hatte Doping mit dem Steroid Tetrahydrogestrinon (THG) von September 2000 bis Juli 2001 gestanden. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2007, Seite 16, Sport

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